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Der Anfang

Am 10. März 1960 trafen sich Vertreter aus der Stadt St. Louis, Missouri, USA und aus Stuttgart, Hauptstadt des Landes Baden-Württemberg, um die offiziellen Dokumente zu unterzeichnen, die die zwei Städte in einem Partnerschaftsverhältnis verbindet und beide zu weiterführenden Tätigkeiten verpflichten, die Individuen und Regierungen verbinden. Der Zusammenschluß wurde nach den Richtlinien des von dem ehemaligen U.S. Präsidenten Dwight D. Eisenhower gegründeten Prinzip für Partnerstädte-International durchgeführt, um durch gegenseitige Verständigung der Menschenuntereinander, Weltfrieden zu fördern. St. Louis-Stuttgart Sister Cities, Inc. ist als eine uneigennützige, von Freiwilligen getragene Organisation, gegründet, um Verbindung mit dem Leiter des Partnerstädteprogramms in Stuttgart aufrechtzuhalten und, um die in der Vereinbarung festgelegten Ziele zu verwirklichen.

Die erste Partnerstadt für St. Louis

Die Partnerstadtverbindung mit Stuttgart war die erste in St. Louis und führte bald zu ähnlichen Verbindungen mit Städten in Afrika, Asien, Europa, und Süd-Amerika. Die partnerschaftlichen Verbindungen der Städte beruhen auf Gemeinsamkeiten der Städte, die Möglichkeiten für einen sinnvollen Austausch bieten. St. Louis und Stuttgart haben vergleichbare Eigenschaften: beide verfügen über zahlreiche Kultur- und Bildungsstätte. Beide Städte haben seit mehr als fünfunddreißig Jahren auf diesen Gebieten Ideen und Recourcen, aber auch Personen ausgetauscht, um eine erfolgreiche, starke Organisation zu schaffen.

Für Bürger jeden Alters

Schüler- und Studentenaustauschprogramme sind wichtige Ausgangspunkte für weitere Kontakte auf anderen Gebieten. Die Zusammenführung gleichaltriger junger Menschen in den Partnerstädten fördert nicht nur lebenslange Freundschaften, sondern macht junge Menschen mit der Idee des internationalen Austausches als ein Mittel zu kultureller Verständigung bekannt. St. Louis und Stuttgart unterstützten Schüler- und Studentenaustausch sowie Gewerbe- und Industrie-, Praktikanten- und Lehreraustausch. Eine beträchtliche Rolle spielten Sportwettkämpfe, die deutsche und amerikansiche Jugendliche zusammenbrachten. Das kameradschaftliche Verhältnis, das dabei entsteht, bringt eine zusätzliche Dimension in die Erfahrungen der jungen Teilnehmer und der Bürger von Ort. Die Verbindung zwischen den Städten hat die Zusammenarbeit zwischen Kunst- und Kulturinstitutionen begünstigt. Bedeutende Kunstsammlungen, sowie die Werke von Hobby-Künstlern und Kindern wurden von Museen und Galerien ausgestellt. Konzerte von Berufsmusikern und Jugendorchestern brachten begeisterte Zuhörer in die Konzerthallen. Weltberühmte Ballett-Ensembles, und moderne Tanz- und Volkstanzgruppen haben Zuschauer in den Partnerstädten begeistert. Theatergruppen und eine Vielfalt von Musik- und Sängergruppen nahmen an Festen und Wettbewerben teil. Die Bürgermeister der beiden Städte kamen mit offiziellen Delegationen, um Handel- und Fremdenverkehr zu fördern. Reisegruppen besuchten einander immer mit der Möglichkeit zum persönlichen Kontakt, somit das Partnerstädteverhältnis stärkend. Ein besonderer Aspekt bei diesen Gegenbesuchen ist die Gastfamilientradition, die den Besuchern die Gelegenheit gibt, als Mitglieder einer Familie das alltägliche Leben der anderen Kultur zu erleben.

Als eine Bürgerorganisation mit Internationalität hat St. Louis-Stuttgart Sister Cities die Funktion einer internationalen und gleichzeitig einer lokalbürgerlichen Organisation, da die Mitglieder an Stadtfesten, Versammlungen, Festzügen, und Festivals teilnehmen. Die Organisation arbeitet in Gemeinschaft mit anderen St.Louis-Partnerstädte-Organisationen durch das "St. Louis Zentrum für Internationale Verständigung".

Um die alljährlichen Tätigkeiten und Veranstaltungen abzudecken, und um Austauschprogramme, Stipendien, und gastfreundschaftliche Aktivitäten zu ermöglichen, veranstaltet St. Louis-Stuttgart Sister Cites zwei jährliche Spendeaktionsveranstaltungen. Der Winterball, eine Gala-Faschingsveranstaltung, beginnt die alljährlichen Tätigkeiten und bringt Mitglieder, Förderer und Unterstützer, sowie Mitglieder anderer mit Deutschland verbundenen Partnerstädte zusammen. Das zweitägige Oktoberfest im Freien mit Musik von einer Stuttgarter Band, stellt Musik, landesübliche Gerichte und deutsche Lebensart in den Vordergrund.

Ein andauerndes Freundschaftsverhältnis

Eine Städtepartnerschaft will über den organisierten Austausch von Menschen und kulturellen Gütern hinaus auch das Interesse des einzelnen Bürgers an dem wirtschaftlichen, politischen, und gesellschaftlichen Wohlergehen der jeweiligen Partnerstadt fördern. Auf beiden Seiten des Ozeans werden politische Wahlen, Währungschwankungen, innen-und außenpolitische Verhältnisse mit Interesse verfolgt. Als 1993 die furchtbaren Fluten den Midwesten überschwemmten, kamen die Bürger Stuttgarts mit schnellem finanziellen Beistand den St. Louis Hilfsorganisationen zu Hilfe. Dieses Mitgefühlt hatte seine Wurzeln in dem engen Verhältnis, das vor Jahrzehnten begann und das sich zu einer Tradition entwickelte, die von Generation zu Generation weitergereicht werden kann.

St. Louis-Stuttgart Sister Cities, Inc. ist eine Organisation jedem offen, der beitreten und sich aktiv beteiligen will.